Die Brust

Entwicklung der Brust

Die Brust beginnt beim Fötus bereits in der 4./5. Schwangerschaftswoche heranzureifen.

Entlang sogenannter Milchlinien, die an der Achsel beginnen und sich bis zur Leiste erstrecken, wächst jetzt Brustgewebe.

In der 12.–16. Woche formen sich Zellen zu Brustwarzen und zum Brustwarzenhof. Da die entsprechenden Hormone erst zu einem späteren Zeitpunkt aktiv werden, sind die bisherigen Entwicklungen der Brust (Brustwarzen, Drüsengewebe …) später nicht nur im weiblichen* Körper, sondern auch im männlichen* Körper vorhanden.

 

In den ersten acht Jahren nach der Geburt gibt es keine bedeutenden Wachstumsschritte der Brust.

 

Erst mit der Pubertät kommt es zu deutlich sichtbaren Veränderungen. Kleine Gewebsverdickungen führen zu Brustknospen, der Warzenvorhof kann anschwellen und verfärbt sich dunkler. In den darauffolgenden Monaten und Jahren verändert sich die Brust in Größe und Form. Dies kann allerdings unterschiedlich schnell geschehen.

 

 

  1. Brustwarze
  2. Brustwarzenhof
  3. Fettgewebe
  4. Drüsengewebe
  5. Blutgefäße
  6. Brustmuskel

Die weibliche* Brust

Auch wenn sich die weiblichen* Körper von außen betrachtet individuell unterscheiden, so ist doch die Brust von ihrem anatomischen Bau und ihrer Funktionsweise bei allen weiblichen* Körpern identisch.

Sie besteht hauptsächlich aus dem Fettgewebe und dem Drüsengewebe. Die Milchdrüsen werden bei der Schwangerschaft aktiv und produzieren Milch, die durch Milchgänge zu den Brustwarzen fließt. Neben Blutgefäßen und Nervenbahnen, finden wir auch Lymphgefäße und Lymphknoten in der Brust, welche dafür sorgen, dass überschüssige Gewebsflüssigkeit abfließt.

Die männliche* Brust

In der Schwangerschaft entwickelt sich im männlichen* Körper die Brust gleich wie im weiblichen*. Daher haben Personen mit männlichem*Körper auch Brustwarzen und Brustdrüsen. Hormonelle Prozesse führen in der Folge dazu, dass sich die Brust nicht mehr weiterentwickelt, wie beim weiblichen* Körper.

 

Die Brust beim intergeschlechtlichen* Körper

Intergeschlechtlichkeit bezeichnet Variationen der Geschlechtsmerkmale, die vielfältig ausgeprägt sein können. So können intergeschlechtliche* Menschen unterschiedlich entwickelte Brüste haben, je nachdem wie stark der Einfluss der Hormone, Chromosomen und der Gene ist.